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Franz L. Neumann verknüpft in seiner Staatstheorie Erkenntnisse der Politik- und Rechtswissenschaft mit den Ansätzen der klassischen Kritischen Theorie. Im Mittelpunkt seiner Staatstheorie steht das Verhältnis von Souveränität und Freiheit, von Recht und Macht, von Gesetz und Gewalt. Neumann begreift den modernen Staat stets als eine Einheit dieser Elemente, die zugleich widersprüchlich wie unauflösbar ist.
Neumanns Analyse der nationalsozialistischen Herrschaft in seinem Werk 'Behemoth. Struktur und Praxis des Nationalsozialismus' gehört bis heute zu den wegweisenden politik- und staatswissenschaftlichen Analysen des Nationalsozialismus. Mit seinen staatstheoretischen Schriften hat Neumann in der Nachkriegszeit überdies den neopluralismustheoretischen Ansatz der Demokratieforschung mitbegründet und wesentliche Grundlagen für eine an der Analyse der Ambivalenz von moderner Staatlichkeit orientierte Staatstheorie gelegt.
Inhaltsverzeichnis
Samuel Salzborn
Eine Kritische Theorie des Staates
Franz L. Neumanns Staatstheorie im Kontext der Kritischen Theorie
Andreas Fisahn
Recht, Berechtigt, Berechenbar - das allgemeine Gesetz
Recht und (Un-)Staat bei Franz L. Neumann
Peter Intelmann
Franz Neumann: Weimar, Nationalsozialismus - und was dann?
Volker Neumann
Entzauberung des Rechts?
Franz Neumann und Carl Schmitt
Duncan Kelly
Die Herrschaft des Gesetzes
Max Weber und Franz Neumann
David Strecker
Staatsrecht unter Belagerung
Franz L. Neumann, Otto Kirchheimer und das Paradox des demokratischen Konstitutionalismus
Lars Rensmann
Der totale Staat als Un-Staat
Hannah Arendts und Franz Neumanns politische Theorien totalitärer Herrschaft
Die Autoren
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